Kellersanierung Sylt

Bereits im Jahr 2012 beauftragte die Energieversorgung Sylt GmbH das Ingenieurbüro Trinity Consulting mit der Begutachtung von Schäden in den Kellern einiger ihrer Vermietungsobjekte sowie mit der Entwicklung eines entsprechenden Sanierungskonzeptes.

Der Auftragsumfang bezog sich auf folgende Arbeitsschritte:  Vorortbegehung, Analyse der Ergebnisse der Vorortbegehung, Erstellen von Lösungsvarianten mit Handlungsempfehlung, Erstellen von Ausschreibungsunterlagen und Bauzeitenplan, Mitwirkung bei der Vergabe und  Bauleitung.

Die betroffenen Keller weisen an den Innenoberflächen der Außenwände Feuchtigkeitsschäden auf. Das Ausmaß der Schäden ist in den drei Objekten unterschiedlich stark ausgeprägt.

 

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Objekt 1: Schäden Kellerwand

Objekt 1: Terrasse über dem Keller

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Objekt 2 & 3: Schäden Kellerwand

 

Im Rahmen der Vorortbegehungen und der Schadensanalyse wurden Proben entnommen und im Labor analysiert.

Dabei wurde im ersten Objekt bei der quantitativen Bestimmung der Anionen festgestellt, dass der Sulfatgehalt der  Probe aus dem Stein mit einem Wert von 2,42 Masse-% deutlich erhöht ist. Eine mittlere Belastung mit Sulfaten liegt laut geltender Bewertungsmatrix nach WTA Merkblatt 4-5-99/D und 2-9-04/D (Bewertung der schadensverursachenden Wirkung verschiedener Salzionen in Mauerwerkskörpern) bei Werten zwischen 0,5 und 1,5. Chlorid und Nitratgehalt des Steins sind gering. Sehr auffällig ist ferner, dass der darüber liegende Putz aber keine erhöhten Sulfatwerte ausweist. Eine Erklärung hierfür könnte sein: Der jetzt vorhandene Putz wurde erst im Laufe der letzten Zeit aufgebracht  und zuvor war ein Gipsputz vorhanden, welcher die Sulfate ins Mauerwerk gelassen hat. Es handelt sich hier nur um eine Vermutung. Für die weiteren Sanierungsschritte war eine tiefergehende Ergündung der Ursachen nicht relevant. 

In den beiden weiteren Objekten wurde bei der quantitativen Bestimmung der Anionen festgestellt, dass der Nitratgehalt der  ersten Probe aus dem Stein mit einem Wert von 0,40 Masse-% deutlich erhöht ist. Eine mittlere Belastung mit Nitraten liegt laut geltender Bewertungsmatrix nach WTA Merkblatt 4-5-99/D und 2-9-04/D (Bewertung der schadensverursachenden Wirkung verschiedener Salzionen in Mauerwerkskörpern) bei Werten zwischen 0,1 und 0,3. Chlorid und Sulfatgehalt des Steins liegen im Mittelbereich.

Aufgrund der Teilunterkellerung sind nur Teilbereiche der geschädigten Wände von außen zugängig. Große Wandbereiche liegen unter nicht unterkellerten Bereichen und sind somit von außen nicht erreichbar. Aus diesem Grund war sehr schnell klar, dass hinsichtlich einer fach-gerechten Sanierungsausführung nur eine Sanierung von innen sinnvoll ist. Aufgrund der sehr guten Ergebnisse aus anderen Objekten und der hervorragenden Praxistauglichkeit wurde für die Sanierung das System der Firma Remmers gewählt. Ausführender Betrieb ist die Firma Broder Ingwersen Bauunternehmen Brodersen-Bau aus Neukirchen.

Mittlerweile ist die Sanierung aller drei Objekte abgeschlossen. Dabei wurde abgestimmt auf die Schadensanalyseergebnisse eine Innenabdichtung gegen von außen drückendes Wasser bei salzbelastetem Untergrund durchgeführt. Die folgenden Fotos zeigen einige der erfolgten Arbeitsschritte.

 

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Objekt 1: linkes Bild: Putz und Fugen abgeschlagen; rechtes Bild: Wand in mehreren Schichten neu aufgebaut für Auftrag der Sanierungsschichten

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Objekt 1: Estrich abgetrennt im Wandanschlussbereich; Bohrlöcher für Bohrlochsuspension wieder geschlossen

Objekt 1: Nach dem Auftrag der letzten Sanierungsschicht wurde die Wand mit Vorspritzmörtel eingeworfen. Im nächsten Schritt folgte das Verputzen der Wand mit Remmers Sanierputz. Estrich wurde ebenfalls wieder angearbeitet.

 

Auch die Außenbereiche der Häuser wurden überarbeitet und in Wert gesetzt. Die Vorher-Nachher Dokumentation zeigt den Erfolg der Sanierung!

 
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