Decker house on the island of Sylt

 

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Das sogenannte „Deckerhaus“ auf Sylt ist ein altes, heute denkmalgeschütztes Deichgrafenhaus, das 1798 von Hans Broder Decker, dem Sohn des berühmten Sylter Strand- und Düneninspektors Broder Hansen Decker, erbaut wurde. Es befand sich bis 1970 in Besitz der Strandvogtfamilie. Nach einigen Jahren des Leerstandes wurde es verkauft und ging in den Besitz der Energieversorgung Sylt GmbH über. Es  handelt sich um ein traufständiges, eingeschossiges Backsteingebäude mit reetgedecktem Sparrendach. Das Tragwerk des Hauses besteht aus einem innerhalb der Außenmauern liegenden Holzgerüst aus zwei Reihen von Holzständern, darauf aufgelegten Kanthölzern, welche wiederum als Auflager für die Dach- und Deckenbalken dienen. Die Außenwände des Gebäudes wurden aus einem 1Stein starkem Mauerwerk (19,5-21 cm) erbaut. Das „Deckerhaus“ steht aufgrund seiner historischen Bedeutung sowie regionaltypischen Gestaltung und Konstruktionen unter Denkmalschutz. Eine energetische Sanierung/Aufwertung muss von innen erfolgen.

Das Ziel der energetischen Sanierung ist die Umsetzung des energetischen Standards eines KFW Effizienzhauses 55. Um dieses ehrgeizige Ziel zu erreichen, ist es notwendig, nicht allein die dämmtechnische Qualität der Außenbauteile deutlich zu erhöhen, sondern darüber hinaus auch besonderes Augenmerk auf die Anschlussdetails zu legen. In jedem Anschlusspunkt  zweier Bauteile sind ihre jeweiligen Aufbauten und entsprechend auch Dämmqualitäten, die im U-Wert zum Ausdruck kommen, gestört. Es kommt zu anderen Energieverlusten als in der Fläche des Bauteils. Um diese sogenannten Wärmebrückenverluste in energetischen Berechnungen zu berücksichtigen, sieht die Energieeinsparverordnung pauschale Wärmebrückenzuschlagswerte vor, und zwar für einen Altbau in der Größenordnung von 0,1 W/m2K.  Dieser Wert liegt sehr hoch. Würde man ihn beim Deckerhaus berücksichtigen, wäre die Umsetzung des KFW 55 Standards unrealistisch. Alternativ zum pauschalen Wärmebrückenzuschlag gestattet es die EnEV, dass eine exakte Wärmebrückenberechnung erfolgen kann, um anschließend den ermittelten detaillierten Zuschlagswert für das betroffene Projekt anstelle des pauschalen Wertes zu berücksichtigen. Die Erfahrung aus verschiedenen anderen Sanierungsobjekten zeigt, dass auf diesem Wege der pauschale Zuschlagswert deutlich unterschritten werden kann. Je nach Qualität der Detailplanung kann dieser durchaus unter 0,03 W/m2K und darunter liegen. Desweiteren führt die detaillierte und sorgfältige Planung der einzelnen Anschlussdetails  nicht nur zu einer deutlichen Verringerung der Transmissionswärmeverluste, sondern v.a. auch zu einer Minimierung des Wärmeverlustes an den Anschlusspunkten, zu einer Sicherstellung des Wärmeschutz sowie zu guten Voraussetzungen für ein behagliches Wohnklima. 

Im Rahmen der Sanierung umfasst die Aufgabenstellung für Trinity Consulting

  • die Bauaufnahme der geometrischen, konstruktiven und bauphysikalischen Eigenschaften des Gebäudes

 
  • die Planung der Innendämmung unter Zuhilfenahme und Berücksichtigung feuchtedynamischer Berechnungen

 
  • die Beratung zur Minimierung  der Wärmebrückenwirkung der Anschlussdetails

 
  • die Erstellung eines Luftdichtheitskonzeptes

 
  • die detaillierte Berechnung der zahlreichen Wärmebrücken im Rahmen einer „Machbarkeitsstudie Wärmebrücken“

 
  • die Erstellung der energetischen Berechnungen und Nachweise

 
  • all diese Arbeitsschritte in enger Abstimmung mit dem Denkmalschutz und den weiteren beteiligten Planer

 
  • Luftdichtheitsmessung in der Ausführungsphase

 
  • sowie die „Qualitätssicherung baulicher Wärmeschutz“

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