Energieberatung im Mittelstand

Beispiel: Hotel auf Sylt

 

Der Antragsteller beauftragte eine Energieberatung im Mittelstand, es ging darum, durch eine qualifizierte und unabhängige Beratung Energiesparpotenziale zu erkennen und Energieeinsparungen zu realisieren. Im Rahmen der Energieberatung wurde zunächst die Ist-Situation des Hotels aufgenommen und analysiert.

Die Analyse bezog sich v.a. auf :

·         Energiebezug: hier Auszug aus der erfolgten Aufnahme

 

Energieträger

Zählernummer

Zeitraum

Abrechnung

von

bis

Verbrauch

Kosten

Strom

1110717

01.01.2012

31.12.2012

46.680,00 kWh

 9.461,20 €

0,20 €/kWh

Strom

1110717

01.01.2013

31.12.2013

50.560,00 kWh

 12.272,08 €

0,24 €/kWh

Strom

1110717

01.01.2014

31.12.2014

47.861,60 kWh

 11.694,94 €

0,25 €/kWh

Ø

48.282,20 kWh

 11.142,74 €

0,23 €/kWh

Tabelle: Stromverbräuche

 

Energieträger

Zählernummer

Zeitraum

Abrechnung

von

bis

Verbrauch

Kosten

Gas

157628

01.01.2012

31.12.2012

106.862,00 kWh

 5.642,68 €

0,05 €/kWh

Gas

157628

01.01.2013

31.12.2013

109.311,00 kWh

 5.518,09 €

0,05 €/kWh

Gas

157628

01.01.2014

31.12.2014

105.178,00 kWh

 5.052,82 €

0,05 €/kWh

Ø

107.117,00 kWh

5.404,53 €

0,05 €/kWh

Tabelle: Gasverbräuche

 

Energieträger

 

Zeitraum

Abrechnung

von

bis

Verbrauch

Kosten

Gas + Strom

 

01.01.2012

31.12.2012

153.287,00 kWh

15.103,88 €

0,09 €/kWh

Gas + Strom

 

01.01.2013

31.12.2013

159.871,00 kWh

17.790,17 €

0,11 €/kWh

Gas + Strom

 

01.01.2014

31.12.2014

153.039,60 kWh

16.747,76 €

0,11 €/kWh

Ø

155.399,20 kWh

16.547,27 €

0,10 €/kWh

Tabelle: Gesamtenergieverbrauch

·         Zustand der Gebäudehülle: hier Auszug aus der erfolgten Aufnahme

OG_Decke1-original

OG_Decke2-original

Abb. : OG Decke

Abb. : OG Decke

·         Zustand der Anlagentechnik: hier Auszug aus der erfolgten Aufnahme

Anlagen - Strom

Verbräuche

Prozentualer Anteil

Beleuchtung

10.291 kWh

21%

Lüftung

5.830 kWh

12%

Hilfsenergie für Heizung

569 kWh

1,6%

Hilfsenergie für Warmwasser

205 kWh

0,4%

sonstiger Verbrauch bezeichnet als „Haushaltsstrom“

- Saunen, Dampfbäder

- Hotelzimmerausstattung

- Küchenausstattung

- Barausstattung

- Büroausstattung

31.386 kWh

65%

GESAMT

48.282 kWh

100%

Tabelle: Stromverbrauch einzelner Verbraucher

KG

Leuchtmittel

gesamte installierte Leistung

Leuchtstoffröhren

7 Stück a ca. 58 W = 406 W

LEDs

60 Stück a ca. 8 W = 480 W

EG

Leuchtmittel

gesamte installierte Leistung

Leuchtstoffröhren

5 Stück a ca. 58 W = 290 W

LEDs

85 Stück a ca. 8 W = 680 W

1. OG

Leuchtmittel

gesamte installierte Leistung

Halogenleuchten

30 Stück a ca. 30 W = 900 W

LEDs

65 Stück a ca. 8 W = 520 W

Speichertyp: Buderus Logalux

Baujahr: 2014/15

Inhalt: ca. 750 l

Aufstellort: im beheizten Kellergeschoss im Heizungsraum

Verteilleitungen: gedämmt gemäß EnEV Vorgabe

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Warmwasserspeicher

Gedämmte Verteilleitungen

Auf der Basis der untersuchten Ist-Situation wurden dann sinnvolle Energieeffizienzmaßnahmen entwickelt und hinsichtlich ihres Einsparpotentials und ihrer Wirtschaftlichkeit untersucht.


hier: Auszug aus den empfohlenen Maßnahmen und ihrer Untersuchung:
  1. Austausch der noch nicht erneuerten Fenster und Außentüren
  2. Dämmung des Daches
  3. Einbau einer solaren Warmwasserbereitung
  4. Installation einer PV Anlage
  5. Einbau eines BHKW in Kombination mit einer PV Anlage und einem entsprechenden Stromspeicher

4.4     Installation einer PV Anlage

Ein Hotel mit 16 Zimmern und einem modernen Wellnessbereich verfügt neben einem großen Bedarf an Warmwasser auch über einen hohen Strombedarf. Dies bestätigen die Betrachtungen zum „Haushaltsstrom“ zu Beginn des Berichtes unter Punkt 3.1. Insofern besteht alternativ zur Montage einer solaren Warmwasserbereitung auch die Möglichkeit der Installation einer PV Anlage. Der so erzeugte PV Strom würde zum Eigenverbrauch eingesetzt werden.

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Schnitt des Gebäudes.

Die Dachneigung beträgt 45 Grad Celsius.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die südliche Dachfläche (siehe Foto links) verfügt über 2 Gauben und zusätzlich mehrere Dachflächenfenster.

Eine Anordnung von PV Modulen ist dadurch eingeschränkt möglich. Aufgrund der vorliegenden Planunterlagen konnte eine „freie“ Dachfläche von etwa 104 m2 ermittelt werden. Da es sich dabei aber nicht um eine zusammenhängende rechteckige Fläche handelt, stehen höchstens 65 %, also etwa 65 m2, für die Belegung mit Modulen zur Verfügung.

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Fazit: Die untersuchte Maßnahme verfügt über eine Amortisation von 5 Jahren.

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Für die empfohlenen Maßnahmen wurden zusätzlich die Möglichkeit der Inanspruchnahme von öffentlichen Fördergeldern eruiert und dem Auftraggeber dargestellt.

Im Ergebnis erhielt das Unternehmen eine qualifizierte Energieberatung, welche im konkreten Fall fünf Maßnahmen aufzeigte, die energetische Einsparungen im Höhe von knapp 140.000 kWh/a und knapp 9.000 €/a Energiekosten ermöglichten.

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Beispiel: Handelsunternehmen der Medizin- und Orthopädietechnik in Hannover

 

Der Auftragnehmer beauftragte eine Energieberatung im Mittelstand für die zwei von ihr angemieteten Geschosse in einem Nichtwohngebäude in Hannover. Die Geschosse befinden sich im 1. und 2. Obergeschoss des Gebäudes und werden als Arztpraxen genutzt. Es ging dem Auftragnehmer darum, durch eine qualifizierte und unabhängige Beratung Energiesparpotenziale im eigenen Unternehmen zu erkennen und Energieeinsparungen zu realisieren.

 

Im Rahmen der Energieberatung wurde zunächst die Ist-Situation im Gebäude aufgenommen und analysiert.

 

 

Die Analyse bezog sich v.a. auf :

 

·         Energiebezug: hier Auszug aus der erfolgten Aufnahme

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·         Zustand der Gebäudehülle: hier Auszug aus der erfolgten Aufnahme

Das Gebäude stammt aus dem Jahr 1973.

Bei dem Gesamtgebäude handelt es sich um eine Stahlbetonskelettkonstruktion mit gerasterten Fensterelementen.

 

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Abb. : Ansicht Strasse

Abb. : Ansicht Hof Durchfahrt

 

·         Zustand der Anlagentechnik: hier Auszug aus der erfolgten Aufnahme

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Erläuterung:

Sonstiges: 44,54%, Beleuchtung: 29,66%, Lüftungsanlage: 13,00%, Warmwasserbereitung: 10,00%, Klimaanlage: 2,80%

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Auf der Basis der untersuchten Ist-Situation wurden dann sinnvolle Energieeffizienzmaßnahmen entwickelt und hinsichtlich ihres Einsparpotentials und ihrer Wirtschaftlichkeit untersucht.

 

hier: Auszug aus den empfohlenen Maßnahmen und ihrer Untersuchung:

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Für die empfohlenen Maßnahmen wurden zusätzlich die Möglichkeit der Inanspruchnahme von öffentlichen Fördergeldern eruiert und dem Auftraggeber dargestellt.

Im Ergebnis erhielt das Unternehmen eine qualifizierte Energieberatung, welche im konkreten Fall drei Maßnahmen aufzeigte, die energetische Einsparungen im Höhe von etwa 31.000 kWh/a und etwa 6.000 €/a Energiekosten ermöglichten.

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